Samstag, 15. Januar 2011

Zukunft

Vor einigen Tagen hat mir ein Freund und Kollege im Facebook-Chat ein nettes Kompliment gemacht. Ich glaube nicht, dass er es bewusst platziert hat, und wenn ja, dann war es besonders lieb. Er meinte, dass ich mit meiner Arbeit „Zukunft“ hätte.
Das hat mich seltsam berührt. Da nämlich bemerkte ich erst, dass ich den Begriff „Zukunft“ für lange Zeit nicht mehr auf meiner Arbeit bezogen hatte. Ich hatte genug damit zu tun, die Gegenwart im Griff zu behalten. Und vermutlich hat es auch etwas mit der „Midlife“-Situation (ich will nun doch nicht von „crisis“ sprechen), dass ich glaubte, bereits auslaufen zu können – das Ziel vor Augen und wissend, dass ich es eh‘ als einer der letzten erreichen würde. Es ging nur noch darum, das Ziel überhaupt zu erreichen, die Platzierung war mir gleich. Aus diesem Grund wollte ich mich auch nicht mehr allzu sehr anstrengen.
Aber das macht wahrscheinlich den Unterschied zwischen einem mittelmäßigen und einem guten Sportler. Der geht noch mal mit Vollgas in die letzte Runde. Aber dazu bedarf es auch eines Trainers, der an der Bahn steht und „Hep-hep-hep!“ ruft. Oder eines guten Freundes.

P.s.: Ganz viele Dinge im Leben lassen sich übrigens mit dem Sport vergleichen…

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